KUNST

In den gehobeneren Kinos der Republik laufen derzeit zwei interessante Filme, die - jeder auf seine Weise - Schicksalen von kritisch-verzweifelten Künstlern in der DDR der siebziger und achtziger Jahre beleuchten: der Spielfilm „Gundermann“ von Andreas Dresen und der Dokumentarfilm „Familie Brasch“ von Annekatrin Hendel. Sowohl der Liedermacher Gerhard Gundermann...
Federico Mompou wurde 1893 in Barcelona geboren als Sohn einer Mutter französischer Herkunft und eines Vaters katalanischer Herkunft. Sein Großvater war Glockengießer. In Mompous Musik ertönen immer wieder Klänge, die Glockenschlägen ähneln – vielleicht eine Reminiszenz an Erfahrungen aus der Kindheit. Komposition studierte er in Paris, wo er nach...
„Ich bin Madarejúwa, ein Krieger vom Volk der Tenharim, und ich habe keine Angst.“ In einem Buch, das er zusammen mit dem ZEIT-Journalisten Thomas Fischermann geschrieben hat, berichtet Madarejúwa von seinem Leben im Amazonas-Wald und den Bedrohungen, denen sein Volk ausgesetzt ist. Die Tenharim zählen inzwischen wieder 900 Menschen. Sie...
Melchior Lechter (1865-1937) ist einer der weniger bekannten Namen im Künstlerkanon des 20. Jahrhunderts. Dies freilich zu unrecht, so oszilliert sein Gesamtwerk zwischen Moderne und Antimoderne, ebeno wie das Diefenbachs oder Fidus. Lechter stellt sein Werk in das Zeichen eines ganzheitlichen Ansatzes einer Kunstreligion. Entscheidenden Einfluss auf diese Entwicklung hatte...
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Es ist kalt in Feuerland. Am Südzipfel des amerikanischen Kontinents, dort, wo die Elementargewalten dreier Weltmeere aufeinanderprallen, Regen und Hagel wie Eiszapfen vom Himmel fallen und eisige Winde das Atmen erschweren, hat ein Stamm seine Heimat gefunden. Die Kaweskars, die „Menschen“ wie sie sich selbst nennen, haben eine jahrtausendelange...
Stefan George (1868-1933) war neben Rainer Maria Rilke und Hugo von Hofmannsthal wohl einer der größten und wirkmächtigsten Dichter der Jahrhundertwende. Auch wenn Georges Werk heute nicht die Anerkennung erfährt die ihm zusteht, so ist die Strahlkraft seiner Lyrik, für diejenigen, die dafür offen sind, ungebrochen. Das Gedicht Schlusschor: GOTTES PFAD...
„Die Kunst braucht keine Beleuchter, sie strahlt aus sich selbst heraus.“ Dieses Zitat aus der ‚Kulturpause‘, seiner widerborstigen Streitschrift zur gegenwärtigen Kunstszene mit ihrem Übergewicht an feuilletonistischen Anstrahlern, muss den entschuldigenden Einstieg bilden, bevor man zum Geburtstag des Malers und Architekten Ludwig Valentin Angerer mit nichts als...
Der österreichische Schriftsteller Hermann Broch (1886-1951), unter anderem Autor der Romantrilogie  "Die Schlafwandler": „Der werkende Mensch von heute ist in einem viel tieferen Sinne stumm als etwa ein Trappist. Seine Sprache ist eigentlich nur mehr Verständigung,…, immer nur Signal, immer nur Geschäftsbrief. Er spricht von den Dingen, soweit es unerlässlich...
Es gibt Texte, die den Eindruck wiederkehrender geschichtlicher Zyklen erzeugen, weil sie gar nicht in die Vergangenheit hineinzusprechen scheinen, sondern direkt in die Gegenwart. Zu diesen Texten gehört eine kurze Predigt Paul Tillichs unter dem Titel „The Shaking of the Foundations“ – die erste Predigt in dem gleichnamigen Band...
Der neue Endzeitstreifen „How it ends…“ lässt erahnen, was passiert, wenn wir gewaltsam aus unserer Komfortzone gestoßen werden und plötzlich die Dinge selbst in die Hand nehmen müssen. Will und Sam wollen heiraten. Vorher muß Will allerdings noch seinen zukünftigen Schwiegervater um dessen Erlaubnis fragen, einen bärbeißigen ehemaligen Soldaten, der...